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Warum steht er nicht?

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Obwohl sich zahlreiche Männer diese Frage stellen, zählt das Thema erektile Dysfunktion (ED) noch immer zu den Tabus. Betroffene sprechen nicht gerne darüber und scheuen sich deshalb, die Hilfe eines Arztes oder einer Beratung in Anspruch zu nehmen. Wer das Problem in den Griff bekommen möchte, sollte jedoch zunächst einmal die Ursache herausfinden. Es gibt viele verschiedene Gründe, die sowohl im psychischen als auch körperlichen Bereich liegen.

Die Rolle der Biologie

Grundsätzlich gilt: Steht er gelegentlich nicht, ist das völlig normal. Weigert sich der Penis beim Sex jedoch über Monate zur Mitarbeit, ist die Lage ernster. Was viele Menschen nicht wissen: Entspannung ist eine Grundvoraussetzung für Erregung, die im Kopf beginnt. Der biologische Vorgang ist wie folgt:

  • Das Gehirn empfängt einen sexuellen Reiz, beispielsweise durch eine Berührung, einen Duft oder die Fantasie.
  • Es sendet daraufhin Nervenimpulse über das Rückenmark bis zum Penis.
  • Er verfügt über Schwellkörper aus glatten Muskelzellen, die normalerweise das Gewebe zusammenziehen.
  • Ist der Mann erregt, entspannt sich die Muskulatur, wodurch mehr Blut einströmen kann.
  • Infolgedessen werden die Schwellkörper prall angefüllt und drücken auf die Venen.
  • Aufgrund der Tatsache, dass das Blut nur sehr schwer abfließen kann, wird das Glied steif.

Dass Entspannung bei sexueller Aktivität bedeutend ist, zeigt die Erfahrung vieler Männer: Mit einer Frau im Bett geht gar nichts, während sie bei einem Flirtchat oder beim Anschauen eines Sexvideos ständig eine Erektion haben. Die männliche Spezies hat teilweise generell große Versagensängste, denn einige von ihnen definieren sich sehr über ihren Penis. Es ist ein Teufelskreislauf, denn je öfter es nicht funktioniert, desto mehr Druck (wenn auch oft unbegründet) entsteht, Entspannungsgefühle gehen flöten.

Verschiedene Ursachen

Bevor Männer zu irgendwelchen Zaubermitteln greifen, sollten sie sich zunächst über die Ursachen informieren. Denn eine wirksame Bekämpfung ist nur möglich, wenn diese erkannt werden. Bei 70 Prozent der Betroffenen sind organische Probleme der Grund. Dazu gehören:

  • Testosteronmangel, der zum Verlust von glatten Muskelzellen am Penis führt und den Aufbau von Kollagen im Schwellkörper verhindert
  • veränderte Nervenstrukturen, beispielsweise durch Stoffwechselstörungen verursacht
  • verminderte Durchblutung, besonders in den Beckenarterien und den kleinen Penisgefäßen
  • Schwächung des Beckenbodens, weshalb eine gute Muskulatur in diesem Bereich wichtig ist

Weiterhin sorgen oftmals Stress, Angst, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und Depressionen für eine ED. Schwierig bei der Bewältigung ist, dass körperliche Beeinträchtigungen häufig eine psychogene Problematik nach sich ziehen. Das bedeutet, sind erstere beseitigt, verhindern möglicherweise zuvor gemachte negative Erfahrungen weiterhin eine Erektion. Außerdem spielt das Alter eine Rolle, denn Tatsache ist: Ab einem Alter von etwa 40 Jahren nimmt die Erektionsfähigkeit ab. Ein Arzt kann in der Regel die organischen Ursachen beseitigen. Bei psychosomatischen Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Männer persönlich in Angriff nehmen können.

Was kann man selbst tun, damit er wieder steht?

Zunächst muss verinnerlicht werden, dass Spannung und Entspannung zu einer Erektion beitragen. Das eine schließt das andere nicht aus. Allein die Bewegung bei sexuellen Aktivitäten trägt dazu bei, dass Muskeln sich anspannen und loslassen. Gleichzeitig erfolgt eine wechselnde Reizung sowohl des sympathischen als auch parasympathischen Nervensystems. Männer müssen lernen, dass Loslassen wichtig ist und sie den Erregungsreflex nicht willkürlich auslösen können.

Wichtig ist auch, die eigenen Erwartungen herunterzuschrauben, denn sie sind ein Erektionskiller. Mit ihnen eilt man dem Geschehen voraus und das Gespür für den Augenblick geht verloren. Sich Zeit zu lassen, ist gleichfalls ein bedeutender Faktor. Erotische Fantasien während eines gemütlichen Abends bei einem guten Essen und Wein sowie schöne Worte am Tag erhöhen die Vorfreude auf den Sex. Damit ist schon viel gewonnen.

Bei manchen Männern taucht das Problem auf, dass sie beim Eindringen zwar eine Erektion haben, er jedoch durch die sanfte Reibung schnell wieder in sich zusammensinkt. Als Grund dafür nennen Experten, dass meist bei der Selbstbefriedigung eine starke Hand und flotte Bewegungen zum Einsatz kommen. Abhilfe schaffen variantenreiche Berührungen, gleich ob von ihr oder von ihm, wodurch der Penis nach und nach anders stimuliert wird.

Bildquelle: Photo by cottonbro from Pexels

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