Diskret.de Magazin

Info-Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz

Bild zum Beitrag: Info-Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz

Am 10.06.2017 informieren wir über das neue Prostitutionsschutzgesetz. Und wirklich: es ändert sich alles!

Referenten:
Heike Tassilo, Ordungsamt Dortmund
Andreas Klein, Gesundheitsamt Dortmund
Silvia Vorhauer, Mitternachtsmission Dortmund
Jochen Jüngst, Rechtsanwalt

10.06.2017
Beginn: 11 Uhr
Ende: 16 Uhr
Ort: m&s media Gmbh, Königswall 8, 44137 Dortmund
Kostenbeitrag: 30 EUR (Getränke und ein Imbiss sind enthalten)

Dies ist eine geschlossene Veranstaltung. Keine Presse anwesend. Eine Anmeldung ist erforderlich, es sind nur begrenzte Plätze vorhanden.

Anmeldung unter: 0231/8501266, office@msmedia.biz, oder bei Ihrem Anzeigenberater

Das neue Prostitutionsgesetz kommt und es wird die Rotlichtbranche dramatisch verändern. Es ist eine gefährliche Illusion zu glauben, dass es Sexarbeiterinnen und Betreiber von Bordellen und Clubs nicht erreichen wird. Die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst: 

ALLE SexarbeiterInnen - egal ob Vollzeit oder als Nebentätigkeit, egal ob selbstständig oder im Club - müssen sich zukünftig als Prostituierte anmelden.  Betreiber von Prostitutionsstätten dürfen NUR noch mit registrierten Huren arbeiten oder Dienstleistungen wie Vermietung erbringen. Bei Verstössen werden empfindlich Bussgelder fällig und es droht bei wiederholten Verstössen die Schliessung des Betriebes. Vor der Anmeldung ist ein gesundheitliches Beratungs- und Informationsgespräch vorgesehen. Huren müssen sich alljährlich einer verpflichtenden Gesundheitsberatung unterziehen. Diese ist Teilnahme ist Voraussetzung für die Anmeldung.

ALLE Betreiber von Prostitutionsbetrieben von Bordellen, Laufhäuser und Escort-Agenturen müssen sich zukünftig einer Erlaubnispflicht unterwerfen. Es gibt KEINEN Bestandsschutz für bestehenden Betriebe. Betreiber mit Vorstrafen (Vorlage des grossen polizeilichen Führungszeugnis) dürfen keine Betriebe mehr führen. So soll die Zuverlässigkeit der Betreiber sowie der Geschäftsführer oder anderer Vertreter eingeholt werden. Zusätzlich muss ein Betriebskonzept vorgelegt werden bei der Beantragung vorgelegt werden. Die Betreiber werden lückenlos auskunfts- und dokumentationspflichtig gegenüber sämtlichen Behörden werden. Dies betrifft insbesondere den Zahlungsverkehr und Zahlungsnachweise zwischen SexarbeiterInnen und Betreibern.

ZUSÄTZLICH muss das Baurecht zukünftig zwingend beachtet werden. Damit werden gesetzliche Mindeststandards für Prostitutionsbetriebe gelten. Die bezieht sich auf gesundheitsbezogene, hygienische, sicherheitstechnische oder räumliche Mindestanforderungen. Dazu zählt die Ausstattung aller Räume mit einem Notrufsystem. Ausserdem wird es zukünftig verboten sein, in den Arbeitsräumen zu wohnen und zu übernachten.

VERBOTEN werden Flatrate-Bordelle und Gang-Bang-Rape-Parties.

KEIN SEX OHNE KONDOM. Betreiber müssen deutlich sichtbar mit Aushängen in ihren Betrieben darauf hinweisen. 

WERBEVERBOT! SexarbeiterInnen dürfen nicht mehr für ungeschützte Sex-Praktiken werben.

Bei Verstössen gegen das Prostituiertenschutzgesetz werden hohe Bußgelder zwingend fällig.

Diese Beiträge könnten dich interessieren...